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Österreichische
Turn- und Sportunion
St. Lambrecht
ZVR-Zahl 594689506
Sektion Paragleiten

 
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 :: geschichte...

 
Im Jahr 1975 beginnt in St. Lambrecht der motorlose Flugsport mit den heimischen Drachenflugpionieren Willi Trippold und Hans Flatnitzer. 10 Jahre später, im Jahr 1985 verwirklicht sich Hans Hölzl den Traum vom Fliegen. 1987 beginnt dann auch Burkhard Reiter mit dem Drachenfliegen.

Bei einem Schnupperkurs im Jahr 1988 gelingen Hans Deutschmann und Georg Koch als erste St. Lambrechter Starts und Landungen mit einem Paragleiter. Georg Leitner absolviert 1989 den Grundkurs und ist als erster St. Lambrechter offiziell berechtigt, mit Paragleitern zu fliegen. Bei Übungsflügen im Frühjahr 1990 am "Kreuzer-Riegel" in den Auen motiviert Georg auch die Deutschmann-Brüder Herbert und Toni zum Fliegen. Diese wiederum stecken dann noch Jürgen Kübler mit dem Flugvirus an, und gemeinsam wird im August 1990 ein inoffizieller Club, der Paraflugsportclub St. Lambrecht gegründet.

Bei der ersten Club-Weihnachtsfeier wird im Beisein der beiden Drachenflieger Burkhard und Hans beschlossen, keinen offiziellen Verein oder Club zu gründen, sondern unter dem Namen Drachen- und Paraflugsport-Freunde St. Lambrecht, gemeinsame Wege zu gehen. Ab diesem Zeitpunkt wird der Fliegertrupp aber weiterhin wie ein Verein geführt. Mit Georg Leitner als Vereinspräsident, wird jeden Monat eine Fliegersitzung abgehalten und gemeinsame Flüge und Aktivitäten geplant bzw. durchgeführt. Das Flieger-Stammlokal bei "Ingo" (später Geisterbahn) in St. Lambrecht ist ein beliebter Treffpunkt zum Erfahrungsaustausch. Manch fröhliche Stunden mit Gitarrenklang und Spezialitäten wie Eierspeise aus der riesigen Eisenpfanne zu fortgeschrittener Morgenstunde verzögerten oftmals den Heimweg.

1991 verstärkt Egon Schwarz aus Althofen bei Katsch/Mur als erster "Nicht-Lambrechter" den Fliegertrupp. Der Werbegrafiker Roland Pirker aus Graz (ehemaliger St. Lambrechter) entwirft das Vereinslogo für die neu angeschafften T-Shirts, der ersten einheitlichen Fliegerbekleidung.

In dieser Zeit wird das Fluggebiet in Althofen bei Katsch an der Mur entdeckt. Durch den Landeplatz am Grundstück der Fam. Sepp Galler (Landebauer) entwickelt sich mit der Familie eine enge Freundschaft, die bis heute nichts an Herzlichkeit verloren hat.

1992 kommt Fliegerkamerad und Vereinsmitglied Burkard Reiter kurz vor Weihnachten bei einem tragischen Arbeitsunfall ums Leben. Für diesen traurigen Anlass wird die erste einheitliche Winterbekleidung, ein grüner Fleecepullover angefertigt.

Die Flugerlaubnis vom Hausberg Grebenzen wird vom Startplatzbesitzer, dem Benediktinerstift auf einheimische Piloten beschränkt. Für die Aufnahme neuer Mitglieder gibt es dadurch besondere Kriterien; der Mitgliederzuwachs hält sich in Grenzen...

1993 wird die Idee der Vereinsmeisterschaft geboren. Es erfolgen nun jährlich Flugmeisterschaften, bei denen auch Gastpiloten eingeladen werden. Ausgetragen werden diese Wettbewerbe im Zuge des alljährlichen Fliegerfestes, das anfangs in Althofen bei Katsch/Mur, beim Landebauern Fam. Sepp Galler durchgeführt wird.

Im November 1994 werden die "Flieger" mit Toni Deutschmann als Sektionsleiter als eigene Sektion-Paragleiten in die Österreichische Turn- und Sport-UNION St. Lambrecht aufgenommen. Das Fliegerfest, das mittlerweile in der Region jeder kennt, ist nicht nur in Fliegerkreisen, sondern vor allem auch bei Zusehern ein Fixtermin im Kalender. 4 Jahre nach dem Eintritt in die Sport-UNION wird das Fest nach St.Lambrecht verlegt. Aus der kleinen Vereinsmeisterschaft der ersten Jahre entwickelt sich eine Veranstaltung mit umfangreichem Rahmenprogramm für Jung und Alt mit ultimativer Fliegerparty, Feuerwerk, Live-Band etc.

Durch stetige Verbesserung der fliegerischen Leistungen, werden längere Flugstrecken und größere Höhen erreicht- der Kampf um den längsten Steckenflug beginnt. Seit 1995 wird jedes Jahr auch ein Streckencup-Sieger ermittelt. Gemessen wird die Strecke zwischen Start- und Landepunkt, die 3 weitesten Flüge pro Pilot werden gewertet und einmal pro Jahr im Zuge der Jahreshauptversammlung der Sieger gefeiert. Der weiteste Flug ist Egon Schwarz mit 88 km gelungen!

Im Vorfeld ergaben sich in den letzten Jahren diesbezüglich immer wieder "Wetteinsätze", die, wenn sie verloren werden, natürlich auch eingelöst werden müssen. (So wurden bereits Haare gefärbt / geschnitten, Bier auf die Grebenzen getragen, zu Winter im Weirer-Teich baden gegangen etc.)

Im Jahr 1995 wurden auch die unübersehbaren, farbenprächtigen Flieger-Jacken mit gesticktem Vereinslogo - auf die heute noch alle stolz sind - angeschafft.

1996 kam es zum Einkauf von Flugfunkgeräten, um eine optimale Kommunikation zu gewährleisten und für Notfälle gerüstet zu sein. Handys waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht attraktiv genug. Aufgrund einiger "ungeplanter" Baumlandungen, werden sicherheitstechnische Maßnahmen ergriffen, und Signalpatronen und Bergeschnüre finanziert.

Seit 1997 erfreuen sich die Flugsportfreunde internationalem Publikum. Der in der Schweiz lebende St.Lambrechter Sepp Vogel, der mit 60 Jahren noch mit dem Flugsport begann, wird als Mitglied aufgenommen. Sepp hat in der Zwischenzeit nicht nur die Ausbildung zum Tandempiloten erfolgreich gemeistert, sondern hat auch mit Abstand die meisten Flüge absolviert.

Im Rahmen eines Faschingsumzuges erfolgt 1998 in St. Lambrecht der erste öffentliche Auftritt der Fliegerkapelle - jeder spielt ein Instrument, egal ob gelernt oder nicht!. Es folgt noch ein zweiter Auftritt beim 60er von Sepp Galler in Althofen bei Katsch/Mur. Weitere Auftritte gibt es leider nicht...

1999 wird der gesamte Fliegertrupp inkl. Fliegerfrauen mit gestickten Sweatern eingekleidet.

Im Zuge der 100sten Fliegersitzung am 5. Februar 2000 werden die ersten Ehrenmitglieder aufgenommen und ein multimedialer Vereinsrückblick gezeigt. Jede Sitzung wurde dokumentiert. Zum 2000er Jubiläum wird ein ausgiebiger Ausflug mit Flugplatzbesichtigung in Zeltweg und Ritteressen in Friesach organisiert.

Durch den Einzug von Handy und Internet im Haushalt erfolgt seit Anfang 2001 die Informations-Weitergabe an die Mitglieder per SMS, und seit 2002 sind die Flugsportfreunde St. Lambrecht auch im WWW mit eigener Website präsent.

Schon seit den ersten Vereins-Jahren werden Fliegerausflüge und Flugsafaris selbst organisiert, wie z.B. nach Slowenien, Spanien, Ungarn, Schweiz, Türkei,... Seit 2003 wird nun auch die Flugsafari nach Frankreich, auf die - nicht nur in Fliegerkreisen bekannte - Sanddüne "Dune du Pyla" selbst organisiert.

2004 werden die monatlichen Fliegersitzungen in „Fliegerstammtisch" umbenannt, das Strafgeld bei unentschuldigtem Fernbleiben wird gestrichen und die Aufnahmekriterien gelockert...

Da der Jungwald am alten Startplatz von Jahr zu Jahr höher, und das Starten dadurch zunehmend gefährlicher wurde, wird 2005 das wohl größte Projekt in der Vereinsgeschichte in Angriff genommen - die Startplatzverlegung auf der Grebenzen. Der Anstoß kam von unserem Vereinsmitglied Fitting alias Peter Burgstaller. Die Initiative und Unterstützung von Ägid Plank (Grebenzen-Lifte), die Einwilligung von DI Christoph Minutillo (Forstverwaltung Benediktinerstift St. Lambrecht) und die Befürwortung von Hans Pirer (Bürgermeister) haben es ermöglicht, dass eine Waldfläche von rund 70 x 70 Meter offiziell gerodet werden durfte und ein intensiver, nicht ungefährlicher Arbeitseinsatz unserer Mitglieder und Helfer konnte beginnen, um daraus einen schönen hindernisfreien Startplatz zu machen.

Im November 2005 ändern wir unseren Vereinsnamen von "Drachen-und Paraflugsport- Freunde St. Lambrecht" auf "Flugsportfreunde St. Lambrecht".
Ein Hauptgrund der Änderung war unsere neue Website www.flugsportfreunde.at, mit der wir seit Dezember 2005 sehr erfolgreich online sind.

2006 war es endlich soweit: Nach unzähligen Arbeitsstunden an unserem neuen Startplatz konnten wir diesen endlich in Betrieb nehmen. Um wirklich alles offiziell und schriftlich festzuhalten wurde mit dem Stift St. Lambrecht ein Vertrag unterzeichnet. Was in diesem Zusammenhang Ende 2006 noch dazu gekommen ist, war die Aufstellung einer Wetterstation inkl. Webcam direkt an unserem neuen Startplatz. Dank an Plank Ägid der in Zusammenarbeit mit einem meteorologischen Institut dies ermöglicht hat.
Noch eine erfreuliche Meldung 2006: aus 19 Mitgliedern wurde eine Rekordmitgliederzahl von 34, darunter auch 3 Fliegermädls, was uns natürlich besonders freut.

Im Jahr 2007 wurde der monatliche Fliegerstammtisch durch gemeinsame Flüge mit anschließender Flugnachbesprechung (inkl. Landebier) ersetzt. Unsere Homepage wurde komplett überarbeitet und bieten nun viele neue Inhalte und nützliche Funktionen wie z.B. das Fliegerforum und Flugsportfreunde "On Tour". Weiters wurde im internen Bereich ein FTP-Server zum Austausch von Fotos und Videos installiert. Besonders stolz sind wir auf unsere neuen schwarzen Fliegerjacken, mit denen alle 39 Mitglieder am 3. März 2007 ausgestattet wurden. 4 Piloten absolvierten in diesem Jahr die Ausbildung zum motorisierten Paragleiten. Neben einem gelungenen Fliegerfest gab es viele gemeinsame Aktivitäten, das Eisbaden im Weirerteich wurde sogar im ORF-Radio Ö1 übertragen.

Aufgrund der zahlreichen Aktivitäten wurde 2008 der Vereinsvorstand um eine Person (EDV-Referent) erweitert. Der alte Startplatz wurde in Rücksprache mit Herrn Ing. Franz Hlebaina vollständig aufgeforstet. Die Startplatzverlegung ist somit endgültig abgeschlossen. Beim Fliegerfest im August nahmen trotz schlechten Wetters 57 Piloten am Flugsportfreunde – Gleitschirm – Contest teil. Die Vereinsmeisterschaft wurde erstmals als eigener Bewerb im Herbst durchgeführt. Besonders spannend war der Streckencup, an dem sich 19 Piloten mit zahlreichen Flügen beteiligten. Beim OLC 2.0 konnten die Flugsportfreunde St. Lambrecht durch den großartigen Einsatz von unserem Kobarichi mit insgesamt 4449,82km sogar international Platz 1 in der Vereinswertung erreichen!

Seit 2009 ist unser Verein Mitglied des Österreichischen Aeroclubs. Beim Gleitwinkelfliegen im Jänner waren 41 Pilotinnen und Piloten mit dabei. Zur großen Freude konnten wir das Vergleichsfliegen mit den Murtalfliegern erstmals für uns entscheiden. Es fanden wieder viele gemeinsame Ausflüge und Aktivitäten statt, darunter auch der 1. Familien-Kombiausflug am Ossiachersee. Im Juli führte unser Abracadabra aufgrund einer verlorenen Wette die Flugsportfreunde erfolgreich auf den Großglockner-Gipfel. Im August wurden dann alle 46 Mitglieder einheitlich mit neuem Fliegerpullover und T-Shirts ausgestattet. Das Fliegerfest war wieder ein voller Erfolg, aber auch sportlich waren wir sehr erfolgreich: Bei der gemeinsamen Cupwertung mit dem DFC Lungau und der Ramsauer Gamsjaga erreichten wir Platz 1 und auch beim OLC 2.0 konnten wir dank unserem Kobarichi mit 5526,20km wieder international Platz 1 in der Vereinswertung erreichen.

Auch für 2010 sind wieder viele Aktivitäten und Ausflüge geplant. Das größte Projekt wird wieder unser Fliegerfest am 21.August 2010 sein, bei dem wir uns wieder einem breiten Publikum präsentieren werden und unser 20jähriges Bestandsjubiläum feiern wir auch...

Glück ab – gut Land.


Toni Deutschmann

...und nicht vergessen: "SCHÖN OBENBLEIBEN"

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